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Antiislamismus der Dresdner Schule
eingereicht von: bwf am 05.10.2005, 12:30 Uhr
NachrichtenDE
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Christian Klee
Anstatt vielleicht einmal zu überlegen, ob die Anschläge in London nicht irgendetwas mit dem in der islamischen Welt wütenden Kultur- und Wirtschaftsimperialismus des Westens oder den Kriegen in Afghanistan und dem Irak zu tun haben, und sich die Frage zu stellen, ob Großbritannien in diesen Kriegen nicht eventuell Kriegspartei und damit Ziel asymmetrischer Kriegführung sein könnte, demonstrierte die „Dresdner Schule“ der NPD wieder einmal ihre politische Kurzsichtigkeit. „Schluss mit der Islamisierung Europas“ tönte es aus der sächsischen Landtagsfraktion, die offenbar jede auf europäischem Boden befindliche Moschee als Brutstätte sprengstoffgürtelbewehrter Jihadisten ansieht. Mit der gleichen, völlig unsinnigen Logik könnte man jeden „Rechten“ als glühenden Anhänger des Vernichtungsantisemitismus bezeichnen. Hier verstellen Antiislamismus und Rassismus wieder einmal den Blick für die Realitäten. „Wir trauern um die Opfer der Terroranschläge“ – vielleicht sollte man gerade jetzt auch einmal an die nach Hunderttausenden zählenden Opfer am Hindukusch oder im Zweistromland denken, anstatt in das Gejammer des westlichen Polit-Establishments einzustimmen.
Quelle: Dritte Front
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